Umzüge und kaputte Rücken
© freepik.com

Umzüge und kaputte Rücken

Nicht jeder macht regelmäßig Sport. Und dennoch halten sich die meisten Leute für gesund und fit. Und wenn einem dann doch mal das Kreuz wehtut, passiert es immer in den ungünstigsten Situationen.

Wie beispielsweise beim Umzug. Alles ist gut organisiert und unbeschädigt in großen Kartons im neuen Zuhause angekommen. Man ist erleichtert und voller Tatendrang, das neue Heim am nächsten Tag schon einmal ansatzweise einzurichten und die ersten Kartons auszupacken.

Am nächsten morgen geht es dann los: Die wichtigsten Utensilien wie Küchenequipment etc. sollen zuerst ausgepackt werden. Dafür müssen aber erst einmal weniger wichtige Kartons beiseite geräumt werden. Eine Bücherkiste soll Platz machen und erst einmal im Flur warten, bis sie ausgepackt wird. Schnell ist die Kiste angehoben, doch auch mindestens genauso schnell auch wieder auf dem Boden, denn ein stechender Schmerz im Rücken macht ein weiteres Anheben des Kartons plötzlich unmöglich. Eine kleine Pause auf dem Sofa sollte helfen, um den Schmerz wieder loszuwerden. Immerhin muss ja dringend weiter ausgepackt werden und wahrscheinlich hat sich nur etwas im Rücken kurz eingeklemmt. Also nicht weiter schlimm.

Doch leider verbesserten sich die Schmerzen auch nach einer längeren Pause überhaupt nicht mehr - also musste das Auspacken verschoben werden und ein Besuch beim Arzt stand an. Die orthopädische Klinik in München verfügt nicht nur über Spezialisten für Orthopädie, sondern auch für die Wirbelsäule. Auf Grund der starken Schmerzen wurde ich, nach einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Empfang in der Klinik, direkt zu einem Spezialisten gebracht. Dieser kannte sich anscheinend bestens mit der Wirbelsäule und den damit einhergehenden Problemen aus, denn nachdem ich ihm schilderte, wie der Schmerz ursprünglich zustande kam, hatte er sofort eine Vermutung, was mit meinem Rücken los sein könnte.

Probleme mit den Bandscheiben

Nach ausgiebigen Untersuchungen bestätigte der Arzt seinen Verdacht – die Prognose: Bandscheibenvorfall. Gehört hat man ja schon mal davon. Viele haben Verwandte, Bekannte oder Freunde, die mit der gleichen Diagnose prognostiziert wurden und wahrscheinlich bis an ihr Lebensende damit immer wieder Probleme bekommen können. Doch dass einem selber ein Bandscheibenvorfall vom Arzt bestätigt wird, daran glauben die wenigsten. Meistens passiert so etwas ja eh nur den anderen.

Zum Glück ist nur selten eine Operation notwendig, um wieder auf die Beine zu kommen. Bettruhe und schonende Bewegungen helfen dem Körper oft schon von alleine, den Rücken wieder fit zu machen. Eigentlich also keine schlimme Sache, wenn man nicht andauernd so viel zu tun hätte, wo der Rücken doch mitspielen muss. Im Falle des Umzugs ist es natürlich besonders ärgerlich – denn etliche Dinge müssten eigentlich noch ausgeräumt und aufgebaut werden. Doch glücklicherweise hat man auch noch Freunde mit gesunden Rücken, die am Nachmittag sicherlich gerne beim Auspacken behilflich sind.